Nach zwei erfolgreichen Spieltagen in Folge standen nun die letzten beiden Spiele unserer 2. Mannschaft an. Im ersten Spiel stand uns jedoch der mit Bundesligaspielern gespickte Kader von DJK Holzbüttgen II gegenüber. Aus dem Hinspiel vor fünf Monaten wusste man: Keine leichte Aufgabe. Dennoch konnte man lange dem enormen Druck der größtenteils U18-Spielern standhalten und verlor das Spiel nur knapp mit 4:6. Sollte es heute für mehr reichen? 

Wie im Hinspiel erwischten wir einen Traumstart und führten bereits nach einer Minute. Einen Konter finalisierte Philip van Rickelen mit einem präzisen Schuss aus 15 m in die rechte untere Ecke. Danach folgten jedoch gleich drei Tiefschläge. Man kassierte zwei Gegentreffer: Einen, weil man im Slot nicht dicht genug am Gegner war und einen mangels richtiger Formation während eines Freischlages. Zudem verletzte sich Verteidiger Lando Lebok und konnte nur noch bedingt eingesetzt werden. Daher mussten die Blöcke umgestellt werden, sodass unser torgefährlicher Center Philip van Rickelen nun mit Defensivarbeit beauftragt wurde. 

Im zweiten Drittel stabilisierte sich die neue Formation glücklicherweise. Allerdings stand das Spiel auf der Kippe. Bereits etwa zwei Minuten nach Wiederanpfiff kassierte man einen Strafstoß-Pfiff wegen eines Schutzraumvergehens. Louis Demes im Tor kam jedoch geschickt heraus, verkleinerte den Winkel und zwang den Holzbüttgener Maximilian Schrick zu einem Fehlschuss. Wenig später mussten wir uns, aufgrund einer 2-Minuten-Strafe nach einem unglücklichen Zusammenstoß, in Unterzahl den gegnerischen Angriffen erwehren. Mit einer ganz starken Leistung gelang dies jedoch erfolgreich, ohne eine einzige gefährlich Situation zuzulassen. 

Das dritte Drittel versprach noch einmal Spannung bei einem Stand von 2:1. Das Blatt schien sich auch zu wenden, als nach 5:30 ein Foulspiel eines Holzbüttgeners mit zwei Minuten bewertet wurde. Leider war die Hoffnung auf den Ausgleich schnell wieder verflogen, nachdem ein gegnerischer Konter mit einem Stockschlag und einer darauf folgenden 2-Minuten-Strafe unterbunden wurde. Im 4-gegen-4, da noch nie trainiert, waren wir zu passiv und boten Holzbüttgen zu viele Chancen. Letztendlich verwandelten sie einen abgefangenen Abwurf zum 3:1. Doch noch waren acht Minuten zu spielen – genug Zeit für mindestens zwei Tore. Eines erzielte auch nur wenig später Lukas Bäcker. Zwei Minuten vor Schluss setze man dann alles auf eine Karte: Man nahm den Torwart heraus für einen sechsten Feldspieler. Anders als zwei Monate zuvor gegen Hochdahl-Aachen an selber Stelle war dieser Versuch jedoch vergebens. 90 s vor Schluss kassierte man das 4:2. Endstand. 

Direkt im Anschluss trat uns Teutonia Bielefeld entgegen. Das Hinspiel bot zwei Drittel auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für die Nord-Ostwestfalen sowie ein komplett verkorkstes Drittel unsererseits. Gleiches galt leider auch als Kurzfassung für das Rückspiel. Das erste Drittel verlor man mit 5:1 – einzig ein schön ausgespielter Konter der Brüder Justus und Simon Morgenroth bot einen kleinen Hoffnungsschimmer. Drittel Zwei hatte klar das Ziel, sich erstmal defensiv zu stabilisieren. Dadurch ließ man nicht nur kein weiteres Gegentor zu, sondern verkürzte auf 5:2. Nach hervorragendem Gegenpressing Jonah Einbrinks verwandelte Julian Pennekamp sehenswert mit der Rückhand einen Querpass im gegnerischen Torraum. Das letzte Drittel verlief ähnlich wie das zweite, jedoch mit dem glücklicheren Ende für Bielefeld, die erneut auf vier Tore Abstand wegzogen und das Spiel über die Zeit brachten. 

Unterm Strich spiegelte der Spieltag die gesamte Saison wider. Wenn wir bereit sind, alles hineinzuschmeißen, können wir mit allen Teams der Liga mithalten und auch Favoriten eine echte Aufgabe stellen. Allerdings gelingt uns dies bisher noch nicht über sechs Drittel pro Spieltag. Meist ist ein Drittel dabei, welches wir verschlafen und den Torzähler bei den Gegnern unnötig in die Höhe treibt. Folgerichtig beenden wir die Saison auf dem letzten Platz. Mit vier Punkten erzielten wir jedoch genauso viele Punkte wie in der Vorsaison – und das bei einem stärkeren Teilnehmerfeld. Zudem konnten wir unser größtes Manko, das Herausarbeiten von Chancen im Laufe der Saison deutlich verbessern und schossen so im Schnitt ein Tor mehr pro Spiel als vor einem Jahr. Das sind zwar alles nur kleine Schritte, aber auch die müssen mit einer neugeformten Spielgemeinschaft erst einmal gemacht werden. Daher sehen wir optimistisch in die nächste Saison, wahrscheinlich wieder an der Seite unserer Ennepetaler Freunde.