Foto: Markus Paletta
Die Hinrunde der neuformierten Spielgemeinschaft unserer 2. Mannschaft mit dem SSV Ennepetal lief ernüchternd. Zwar malte man sich in der Regionalliga NRW keine großen Chancen aus, jedoch wollte man nicht ohne Punkte dastehen. Die Entwicklung war zwar durchaus positiv, so konnte man gegen favorisierte Gegner Spiele lange eng gestalten, aber letztendlich zog man immer den Kürzeren.
Zum Auftakt der Rückrunde sollte nun die Wende erfolgen – auch ohne Topscorer Elias Schu-Schätter, der schulbedingt ausfiel. Mit den Black Panthers aus Altenbochum und der SG Hochdahl-Aachen standen am Sonntag Gegner auf dem Plan, gegen die man zuvor nur knapp verloren hatte. So machten sich zehn Roxeler, u.a. um Debütant Danilo Moskaliouk, und zwei Ennepetaler motiviert am frühen Morgen auf nach Bielefeld. Das Spiel gegen Bochum lief jedoch anders als geplant und lässt sich schnell zusammenfassen: Trotz großen Laufeinsatzes traten die alten Schwächen wieder in den Vordergrund. Einige Unaufmerksamkeiten defensiv und viel zu harmlose Abschlüsse offensiv resultierten in einer deftigen 7:1 Niederlage. Gerade Philip van Rickelen hatte einige Tore auf der Kelle, aber seine Zeit sollte ein paar Stunden später noch kommen.
Am Nachmittag wartete nun Hochdahl-Aachen auf uns. Karnevals-geschwächt waren sie mit nur acht Feldspielern angereist. Zusätzlich hatte sich unglücklicherweise ein Spieler in ihrem ersten Spiel am Arm verletzt und fiel aus. Die Direktive war also klar: Den Gegner müde spielen und dann vor allem gegen Ende der Partie die Oberhand haben. Der Auftakt misslang jedoch deutlich. Zwar spielte man um die müden Gegner teilweise herum wie Hütchen im Training, die Tore machten jedoch trotzdem die anderen. So lag man gut elf Minuten nach Beginn schon mit zwei Toren hinten. Jedoch kein Problem, da man hinten heraus ja den längeren Atem haben sollte. Kurz vor Ende des ersten Drittels verkürzte Philip van Rickelen auf 1:2 und beruhigte somit ein wenig die Nerven.
Das zweite Drittel begann man jedoch nach einem Stockschlag von Roxel direkt in Unterzahl. Diese wurde zwar gut wegverteidigt, jedoch schläferten wir uns im Folgenden selbst ein wenig ein und spielten ähnlichen Standfloorball wie unsere Gegner. Die Folge war ein offenes Spiel auf Augenhöhe und nach 6,5 Minuten ein Stand von 4:4. Die Tore auf unserer Seite erzielten neben Julian Pennekamp und Jonah Eibrink auch unser Neuzugang Danilo Moskaliouk.
Das Ende des Mitteldrittels sowie die ersten Minuten des Schlussdrittels gehörten jedoch unseren Gegnern. Völlig von der Rolle ließen wir drei weitere Gegentore zu. Als es dann wegen Stockschlags noch einen Penalty für Hochdahl-Aachen gab, sah die Situation aussichtslos aus. Doch Jonathan Pohlkamp, letztes Jahr noch Teil des Gegnerteams, im Tor verzagte nicht, irritierte den Schützen zu einem Fehlschuss und hielt uns im Spiel. Derweil hatte Spielertrainer Lando Lebok taktisch umgestellt und die fünf stärksten Offensivspieler in einen Block gestellt sowie unseren Goalie für einen sechsten Feldspieler ersetzt. Es mussten drei Tore in weniger als fünf Minuten her und nun schlug die Sternstunde Philip van Rickelens. Innerhalb von 3,5 Minuten erzielte er drei Tore, die nicht nur zum Ausgleich reichten, sondern der Offensivreihe auch genug Pause verschafften, um den Rest des Spiels durchzuspielen.
Der erste Punkt der Saison war somit schon einmal sicher, doch gerne hätte man noch mehr gehabt. In der Verlängerung ging es nun um einen möglichen zweiten Punkt. Dieser Traum zerplatzte jedoch schnell, als nach bereits 48 Sekunden Top-Angreifer Alexander Gumnior das Golden Goal zum Sieg für Hochdahl-Aachen erzielte.
Unterm Strich ergibt sich ein gemischtes Fazit. Das Spiel gegen Bochum und das zweite Drittel gegen Hochdahl-Aachen zeigte erneut, dass wir noch viel Luft nach oben haben, gerade was Abschlussqualität und Konzentration im Spiel angeht. Der gute Spielfluss und die Aufholjagd am Ende des zweiten Spiels machen jedoch Hoffnung für den weiteren Verlauf der Saison und jetzt freuen wir uns erstmal über unseren ersten Punkt!

